Monatsarchiv: Juni 2010

Heiliger des Tages: hl. Josemaría Escrivá de Balaguer y Albas

Mein Verhältnis zu den Heiligen ist zur Zeit (noch) so, daß ich sie sehr selten um ihre Fürsprache anrufe, aber einige mir Vorbild sind (und manche sind auch einfach nur total coole Leute, ohne daß ich jetzt direkt sehe, was ich da in meiner Situation nachahmen könnte oder sollte- von dem Streben nach Heiligkeit mal abgesehen). Ich hab halt einige Lieblingsheilige. Die hl. Katharina von Alexandria, klar, den hl. Franz von Sales und noch einige mehr. Und: am 26. Juni gedenken wir des hl. Josemaría, dem Gründer des Opus Dei, der zu dem Kreis meiner Lieblingsheiligen gehört. Seine Betonung der Gotteskindschaft, der Wichtigkeit des Strebens nach Heiligkeit für Christen jeden Standes gefallen mir. Und wenn man sich Filmaufnahmen von ihm ansieht, gewinne zumindest ich den Eindruck, es da mit einem vielleicht nicht ganz einfachen, aber auf jeden Fall sehr liebenswürdigen und herzlichen Mann zu tun zu haben. Klar, manches in seinen Schriften wirkt auf uns heute erstmal sehr, sehr schroff. Mir hat ein Mitforant von katholon dazu mal gesagt, ihm würde helfen, daran zu denken, daß der hl. Josemariá ein junger spanischer Mann war, als er den Weg verfasst hat. Also entsprechend temperamentvoll geschrieben, das ganze.

Und ich glaube, daß er und der hl. Franz von Sales sich prima verstanden hätten- die salesianische Spiritualität und die des Opus Dei unterscheiden sich zwar durchaus, aber ich stelle doch regelmässig Ähnlichkeiten, die über das bloße „sind halt verschiedene Spielarten des Katholizismus“ hinausgehen, fest.

Ich könnte jetzt hier eine zusammenfassende Biographie hinschreiben. Oder was über das Opus Dei schreiben. Aber, ganz ehrlich, dafür bin ich gerade viel zu müde. Und andere haben das schon viel, viel besser gemacht. Es gibt also ein paar Links, und ein schönes Bild vom hl. Josemaría (sowieso toll, daß es jetzt Heilige gibt, von denen wir Fotos und Filmaufnahmen haben!)

Hier gibts eine sehr informative und wie ich finde schön gestaltete Seite über den hl. Josemaría: http://www.de.josemariaescriva.info/rubrik/heiligen-josemaria

Hier eine ebenfalls sehr gute Seite, wo man seine Schriften lesen, ausdrucken, sich auf den Palm laden oder speichern kann. Tipp: die Aphorismen für später aufheben und mit Freunde Gottes oder Christus begegnen anfangen! Übrigens ist auch diese Seite mehrsprachig: http://de.escrivaworks.org

Wer Englisch kann, könnte mal von Scott Hahn (ja, DER Scott Hahn) „Ordinary Work, Extraordinary Grace“ lesen. Die Biographie von Peter Berglar ist auch sehr empfehlenswert.

Und natürlich gibts auch noch ein Foto.

Foto des hl. Josemaría. Dieses Foto wurde auch für das offizielle Gebetskärtchen anlässlich seiner Heiligsprechung im Jahr 2002 verwendet. Von Papst Johannes Paul II. wurde er als der "Heilige des Alltäglichen" bezeichnet. Foto gefunden bei wikicommons, unter GNU-Lizenz.

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Impressionen von der 1. Gebetsnacht zum Erhalt der KHG Hl. Edith Stein

Von Münster aus ist Saarbrücken leider zu weit weg, zumal ich an dem Tag auch arbeiten musste. Aber ich habe erfreut gelesen, daß die Gebetsnacht gut besucht war und nach dem WM-Spiel auch die Fußballfans unter den KHG-Freunden noch dazustießen. Hier gibts ein paar Impressionen. Da sieht man auch ein bißchen was von der Kapelle- die ich sehr gerne mag. Es gibt halt auch schöne moderne Kirchenarchitektur…

Besonders gefällt mir das Schlichte, fast schon Strenge der runden Kapelle und die Darstellung der Hl. Edith Stein. Die kleine Nische mit der Marienikone und den Kerzen. Sehr schön auch, wie unterschiedlich die Kapelle je nach Lichteinfall wirkt. Die Kapelle ist noch ein Grund mehr, für den Erhalt der Hochschulgemeinden im Bistum zu kämpfen!

Absent minded…

…bin ich diesen Monat, das kann man leider nicht anders sagen. Aber es gibt gute Gründe dafür: klar, Uni, das Semster nähert sich dem Ende, Referate müssen vorbereitet und gehalten werden. Und, der viel schönere Grund: in den letzten Tagen war hier gar nichts los, weil ich zur Zeit in rosa Zuckerwatte gepackt durchs Leben schwebe.

Ich bitte um Nachsicht und gelobe Besserung.

So isses…

…wer nicht eh vom Herrn Alipius aus hergefunden hat, gehe mal bitte hier lang, um einen herrlichen Verriss der Pfingsterklärung zu lesen. Könnte man analog mit vielen anderen Dingen sehr ähnlich machen.

Geplante Schließung der KHG Saarbrücken- UPDATE

Erstmal bitte ich um Entschuldigung, daß hier Funktstille war- Internet ging nicht, und ich hatte unibedingt keine Zeit, meine Konnektivität wieder herzustellen. Jetzt aber…

Es gibt neues von der KHG- Front. Es wurde eine Internetseite geschaffen, auf der man sich registrieren kann, um über die neuesten Entwicklungen/Aktionen informiert zu werden. Aktuell: 11.06.: 1. Gebetsnacht für die KHG, beginnend nach der hl. Messe um 19:30, bis 00:00 Uhr. Die Seite findet man unter www.help-khg.de

Passende Predigt von Dr. Kreier im Kloster am Rande der Stadt. Ich weiß nicht, ob das nur ein Audio ist ober ob ich einfach ein technisches Problem habe, aber auch wenn das Bild grundsätzlich fehlen sollte und es hallt- es lohnt sich.

Ansonsten: Dr. Kreier hat dazu aufgefordert, die hl. Edith Stein (Teresia Benedicta a Cruce) zu bestürmen. Na dann, stürmt mit! Vielleicht ist die KHG in Saarbrücken (und die anderen Hochschulgemeinden im Bistum Trier) ja noch zu retten!

Facebook-Seite gegen KHG-Schließung

Es gibt jetzt eine Facebook-Seite, die sich gegen die Schließung der KHG Hl. Edith Stein in Saarbrücken wendet. Ich hoffe ja, daß noch eine Vernetzung mit anderen betroffenen Hochschulgemeinden stattfindet, statt daß da jeder alleine vor sich hin protestiert. Wir werden sehen.

Die facebook-Seite findet man hier.

Zu Fronleichnam…

…auch wenns auf den letzten Drücker ist, noch ein schönes Video. Einer meiner Youtube-Favoriten. Die gezeigte Prozession ist zwar nicht anlässlich des Hochfestes des Leibes und des Blutes Christi, aber das tut der Sache keinen Abbruch.

Hiobsbotschaft- Schließung von Hochschulgemeinden

Meistens ist facebook ein Zeitfresser. Facebook ist aber auch eine gute Möglichkeit, in Kontakt zu bleiben. Und facebook kann eine sehr schnelle Nachrichtenverbreitungsmethode sein.

Über das facebook-Profil eines von mir sehr geschätzten Priesters habe ich gerade erfahren müssen, daß das Bistum Trier alle Katholischen Hochschulgemeinden schließen wird. Alle, das heißt auch die KHG „Hl. Edith Stein“ in Saarbrücken, die mir, neben dem Kloster am Rande der Stadt, in meiner Saarbrücker Zeit, sehr wichtig wurde.  Ich durfte dort wunderbare Menschen kennenlernen, die hl. Messe mitfeiern, und das ganze in einer wunderschönen Kapelle und auch sonst tollen Räumlichkeiten. Vor allem aber lebt die KHG von ihren Mitarbeitern, die alles organisiert haben, zum Teil noch weit in die Abendstunden hinein anwesend und ansprechbar waren. Und am wichtigsten: in der KHG Saarbrücken gibt es einen fantastischen Priester, dem man deutlich anmerkt, daß er wirklich für den Herrn „brennt“.  Diesem Priester verdanke ich sehr viel, auch wenn ich ihm das nie gesagt habe.

Ich gehe davon aus, daß man das so oder ähnlich auch von den anderen Hochschulgemeinden sagen könnte.

Und all das soll jetzt wegfallen, in einem kurzsichtigen Versuch, den Bistumshaushalt zu sanieren.

Hochschulgemeinden zu schließen ist, mit Verlaub, eine katatrophale Idee, um Geld zu sparen. Kurzsichtig, mindestens.

Kleid statt Jeans

…nein, ich gehöre nicht zu denen, die Hosen an Frauen per se unangemessen finden. Ich trage sowohl Hosen als auch Röcke oder Kleider. Manchmal auch Hosen und Rock/Kleid gleichzeitig.

Aber: heute ist „Wear a Dress Day“. Also, auch wenn Hosen sonst praktisch und/oder schön sind, gibts doch einige, die heute mal bewusst ein Kleid tragen.  Ich hüpf jetzt unter die Dusche und geh dann einkaufen. In meinem schönen neuen roten Kleid.

Köln-Bonn-Byzanz

Am Wochenende habe ich mit einer Bekannten/Freundin zusammen einen kleinen Ausflug unternommen. Samstag gings nach Köln, erst zu einem Vortrag übers Hirntodkriterium (hat für mich nochmal ein paar Dinge geklärt).  Der Vortrag war vor allem deshalb so interessant, weil er von einem Priester gehalten wurde, der früher Neuropathologe war- also ein Fachmann nicht nur was die medizinischen Aspekte betrifft. Das ganze fand übrigens im Conference Center des Campus Müngersdorf statt- sehr schön. Wenn ich in Köln studieren würde und nicht den Miezekater hätte, dann wüsste ich aber, wo ich während des Studiums wohnen will!

Anschließend haben wir einen kleinen Stadtbummel unternommen, inklusive Eis essen, am Rheinufer sitzen und zwei schöne Kirchen anschauen (besonders schön: St. Maria im Kapitol; auf der Seite hab ich leider keine Fotos entdecken können. Es gibt in dieser Kirche eine Darstellung der hl. Maria mit Kind, vor der immer mindestens ein Apfel liegt (bißchen versteckt- wenn man eine Maria mit Kind, aber ohne Apfel sieht, weitersuchen!), weil ein Junge auf dem Weg zur Schule immer vorbeikam und einen Apfel vorbeibrachte, den er der Gottesmutter hinlegte, als Geschenk fürs Jesuskind. Eines Tages soll Maria sich ihm zugeneigt und den Apfel tatsächlich genommen haben (nach anderen Versionen hat sie ihm zum Dank zugelächelt). Der Junge wurde übrigens Prämonstratenser, Mystiker und Heiliger und hieß Hermann Joseph.

Dann gings wieder zurück zum Campus Müngersdorf, wo wir auch übernachten konnten- aber vorher gabs noch Abendessen, eucharistischen Segen und den Grand Prix (während draußen die letzten Leute aus dem Stadion Müngersdorf vom Pink-Konzert kamen) haben wir dann auch noch geschaut. Sonntag gabs Frühstück, eine Betrachtung (passend zum Dreifaltigkeitssonntag natürlich) und die hl. Messe, dann noch schnell ein Lunchpaket gepackt und los zum Bahnhof. Da wir in Bonn aufgrund des Wetters doch lieber mit der U-Bahn gefahren sind statt zu laufen, hab ich von der Stadt wieder fast nichts gesehen, aber wir waren ja auch wegen der Ausstellung in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland da: Byzanz- Pracht und Alltag.

Die Ausstellung läuft noch bis 13. Juni und ist auf jeden Fall empfehlenswert. Am Wochenende wars natürlich recht voll, der Rundgang hätte besser ausgeschildert sein können und manchmal waren die Exponate etwas wirr beschriftet, aber insgesamt bekommt man einen sehr schönen Überblick darüber, wie hochentwickelt Byzanz war, etwa wenn man die feinen Byzantiner Seiden sieht, sich anschaut, wie Städte aufgebaut waren oder den Schmuck betrachtet. Man bekommt aber auch einen schönen Einblick in den Alltag und kann sich Öllämpchen und Gürtelschnallen anschauen oder etwas über Pilgerfahrten lernen- die waren damals schon ziemlich mobil, die Leute. Die Ausstellung wird ihrem Titel jedenfalls gerecht und ist empfehlenswert.

Nach der Ausstellung ist man dann aber auch ziemlich geschafft, sie ist ja schon recht umfangreich. Die Preise sind allerdings durchaus zivil, und nach nem Kaffee und nem Happen zu Essen sieht die Welt schon wieder ganz anders aus. Da noch eine Bekannte aus Münster dazugestoßen ist, fand die Rückfahrt im Auto statt, inklusive Rosenkranz beten (damit hatte ich immer Schwierigkeiten. Gelernt hab ichs wirklich auf den diversen etwas längeren Autofahrten in letzter Zeit).

War ein schönes Wochenende! Und, wer die Möglichkeit hat, bis 13. noch in die Ausstellung zu gehen- es lohnt sich wirklich. Ermässigt kostet der Spaß 5 Euro, regulär 8 Euro (das finde ich dann allerdings doch recht viel), aber es gibt ein Happy Hour-Ticket, jeweils zwei Stunden vor Schluß kommt man für 5 Euro rein, auch wenn man sonst keinen Anspruch auf Ermässigung hat. Zwei Stunden für die Ausstellung ist knapp, aber wenns nicht zu  voll ist machbar.