Steve Jobs gegen Porno

Steve Jobs, CEO of Apple Computers, says his company will not be a party to the pornography industry and hopes that the iPad and iPhone revolution will help lead to a porn-free world.

Es gab dann wohl einen kleinen Emailaustausch zwischen einem Online-Journalisten, Ryan Tate, und Steve Jobs. Tate warf Jobs dabei vor, iPad und iPhone hätten nichts revolutionäres (bezieht sich auf die Werbung für diese Produkte), weil Revolutionen etwas mit Freiheit zu tun hätten (Naja, je nach Revolution auch eher mit dem Gegenteil, und ziemlich vielen Toten…aber das haben weder Tate noch Jobs gesagt), und Apples Firmenpolitik, keine Apps für iPad und iPhone zuzulassen, die pornographisch wären, hätte nichts mit Freiheit zu tun. Sprich, Tate wirft Jobs Bevormundung vor. Und dann die schöne Antwort von Jobs, wieso genau dieses nicht zulassen von Porno-Apps eben doch etwas mit Freiheit zu tun habe:

“Yep, freedom from programs that steal your private data. Freedom from programs that trash your battery. Freedom from porn. Yep, freedom,” responded Jobs. “The times they are a changin’, and some traditional PC folks feel like their world is slipping away. It is.”

Es gibt übrigens ein Konkurrenzprodukt von Google, und da gibts pornographische Apps für, oder es soll sie in Zukunft geben. Jobs hat freundlich darauf hingewiesen, daß man ja auch eines dieser Konkurrenzprodukte nutzen kann, wenn man unbedingt auf einem mobilen Kommunikationsgerät moralisch fragwürdige Inhalte konsumieren möchte.

Tate hat dann nochmal klargemacht, daß Pornos eigentlich doch voll ok sind, und Jobs kontert das dann wunderbar. Also, ich würd sagen, das Duell hat Jobs gewonnen

“I don’t want ‘freedom from porn.’ Porn is just fine! And I think my wife would agree,” fired back Tate – who later said he regretted mentioning his wife.

Jobs shot back, “You might care more about porn when you have kids.”

Quelle:
Jobs Says iPad Revolution Means ‘Freedom from Porn’.

Natürlich ist es nicht so, daß man per iPad oder iPhone gar keinen Zugriff auf zweifelhafte Inhalte hat, das ginge schon rein technisch gar nicht. Allerdings ist es schon bemerkenswert, daß Apple sich potentiell ziemlich hohe Einnahmen entgehen lässt, indem sie in ihrem App-Store keine entsprechenden Anwendungen anbieten möchten. Mit Pornographie kann man ein Schweinegeld verdienen, darauf verzichtet nicht jedes Unternehmen…Wollen wir mal hoffen, daß Apple nicht doch irgendwann einknickt. Ich kann mir zwar in absehbarer Zeit nichts von Apple leisten, aber das gibt nen dicken fetten Bonuspunkt.

4 Antworten zu “Steve Jobs gegen Porno

  1. Danke für diese Mehrinformationen, hatte nur bei kath.net den Artikel gelesen und der war nicht so tiefgehend…

    Habe auf meinem Blog auch kurz kommentiert und habe nun vor eine Serie zum Thema Freies Internet zu starten. Blog ist noch im Anfangstadium…

    Liebe Grüße, Pablo

  2. Leider geht die Kontrolle, die Apple über diese Geräte ausübt, viel weiter.

    Mit einem Mangel an Pornographie könnte ich mich durchaus anfreunden, nicht anfreunden kann und werde ich mich mit Apples Politik der mangelnden Transparenz, welche Anwendung jetzt in den App Store kommt oder nicht. Oder das man Anwendungen _nur_ über den App Store installieren kann.

    Es geht nicht (nur) um Pornographie, es geht um Kontrolle über das Gerät. Die verbleibt derzeit nämlich bei Apple. Ich kann nicht mal eben meine selbstgeschriebene Anwendung zur Buchverwaltung auf dem Gerät installieren, sondern muß über den App Store was ziehen, sprich veröffentlichen und Apple muß diese Anwendung gutheissen.
    Diese Bundelung der Software an den Hardware-Hersteller stört mich extrem. Aber das bin vermutlich nur ich.

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