Tagesarchiv: Mai 22, 2010

Steve Jobs gegen Porno

Steve Jobs, CEO of Apple Computers, says his company will not be a party to the pornography industry and hopes that the iPad and iPhone revolution will help lead to a porn-free world.

Es gab dann wohl einen kleinen Emailaustausch zwischen einem Online-Journalisten, Ryan Tate, und Steve Jobs. Tate warf Jobs dabei vor, iPad und iPhone hätten nichts revolutionäres (bezieht sich auf die Werbung für diese Produkte), weil Revolutionen etwas mit Freiheit zu tun hätten (Naja, je nach Revolution auch eher mit dem Gegenteil, und ziemlich vielen Toten…aber das haben weder Tate noch Jobs gesagt), und Apples Firmenpolitik, keine Apps für iPad und iPhone zuzulassen, die pornographisch wären, hätte nichts mit Freiheit zu tun. Sprich, Tate wirft Jobs Bevormundung vor. Und dann die schöne Antwort von Jobs, wieso genau dieses nicht zulassen von Porno-Apps eben doch etwas mit Freiheit zu tun habe:

“Yep, freedom from programs that steal your private data. Freedom from programs that trash your battery. Freedom from porn. Yep, freedom,” responded Jobs. “The times they are a changin’, and some traditional PC folks feel like their world is slipping away. It is.”

Es gibt übrigens ein Konkurrenzprodukt von Google, und da gibts pornographische Apps für, oder es soll sie in Zukunft geben. Jobs hat freundlich darauf hingewiesen, daß man ja auch eines dieser Konkurrenzprodukte nutzen kann, wenn man unbedingt auf einem mobilen Kommunikationsgerät moralisch fragwürdige Inhalte konsumieren möchte.

Tate hat dann nochmal klargemacht, daß Pornos eigentlich doch voll ok sind, und Jobs kontert das dann wunderbar. Also, ich würd sagen, das Duell hat Jobs gewonnen

“I don’t want ‘freedom from porn.’ Porn is just fine! And I think my wife would agree,” fired back Tate – who later said he regretted mentioning his wife.

Jobs shot back, “You might care more about porn when you have kids.”

Quelle:
Jobs Says iPad Revolution Means ‘Freedom from Porn’.

Natürlich ist es nicht so, daß man per iPad oder iPhone gar keinen Zugriff auf zweifelhafte Inhalte hat, das ginge schon rein technisch gar nicht. Allerdings ist es schon bemerkenswert, daß Apple sich potentiell ziemlich hohe Einnahmen entgehen lässt, indem sie in ihrem App-Store keine entsprechenden Anwendungen anbieten möchten. Mit Pornographie kann man ein Schweinegeld verdienen, darauf verzichtet nicht jedes Unternehmen…Wollen wir mal hoffen, daß Apple nicht doch irgendwann einknickt. Ich kann mir zwar in absehbarer Zeit nichts von Apple leisten, aber das gibt nen dicken fetten Bonuspunkt.

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Die katholischen Verbände in Zeiten der Bewährung…

…ein Artikel aus der „disputa“- Reihe des Vatican Magazins (Lesetipp. Gibts im guten Bahnhofsbuchhandel. Allein der Untertitel „Schönheit und Drama der Weltkirche“ gibt dicke Pluspunkte!).

Lesens- und bedenkenswert. Achtung, es handelt sich um ein PDF.

Heilige des Tages- Ankündigung und: hl. Rita von Cascia

Ab und an werde ich hier kurz daran erinnern, wessen Gedenktag an einem gegebenen Tag ist.  Vielleicht schreib ich manchmal bißchen mehr zu einem Heiligen oder einer Heiligen, manchmal gibts nur ein oder zwei oder drei Bildchen. Und ja, ich mag Andachtsbildchen und Darstellungen, die für die meisten einfach nur Kitsch sind. In Maßen zumindest.

Heute: die hl. Rita von Cascia.

Hab sie über die Jahre ein bißchen vergessen, damit hatte ich durchaus mal einen Draht zu ihr. So mit 12 oder 13, also noch vor der Konfirmation, wollte ich ja eigentlich schon den Schritt der Konversion tun. Ich hab einen Brief an meine Eltern geschrieben und das ganze zu erklären versucht- und mich dann doch nicht getraut. Den Brief habe ich leider nicht mehr. Was ich noch weiß: mich hat damals die hl. Rita ziemlich fasziniert. Schon als Kind war sie sehr fromm, hat, ohne das Wissen ihrer Eltern zum Teil recht extreme Bußübungen veranstaltet (das ist jetzt nicht so meins), und wollte dann unbedingt ins Kloster. Ihre Eltern fanden das nicht so gut und haben sie dann relativ zügig verheiratet. Der Mann stellte sich leider als gewalttätiger und beleidigender Zeitgenosse heraus, die hl. Rita hat Vermittlungsversuche ebenso abgelehnt wie sie es abgelehnt hat, sich auf sein Niveau zu begeben, und nach 18 Jahren hat ihr Mann sich dann zum Guten verändert und sie um Verzeihung gebeten, für all das Schreckliche, daß er ihr angetan hat. Das ungewohnte Glück währte dann nicht lange, der Mann wurde ermordet. Rita wollte allerdings nicht, daß es noch mehr Tote gibt, und gewährte dem Mörder Asyl. Als ihre Söhne Blutrache schworen, hat sie darum gebetet, daß der Herr sie lieber zu sich holen möge, bevor sie die Todsünde eines Mordes begingen. Das ist dann auch so passiert. Sie wollte dann ins Kloster, wurde mehrmals abgelehnt, da sie Witwe und ganz offensichtlich keine Jungfrau war, durfte dann letztlich nach einer Vision doch, war auch im Kloster sehr der Buße zugetan, kümmerte sich um die Krankenpflege und die Betreuung Sterbender und wurde von einem Dorn der Dornenkrone stigmatisiert. Vor ihrem Tod wollte sie nochmal eine Rose aus dem Garten ihrer Eltern- mitten im Winter- und es wurde tatsächlich eine Rose gefunden. Daher kommen die Rosen der hl. Rita. Sie starb, und ihr Leichnam blieb unverwest.

Also eine Heiligenlegende mit allem drum und dran, als ich dann letztlich 10 Jahre später konvertierte, war sie nicht mehr in der engere Auswahl, aus verschiedenen Gründen, aber eine gewisse Sympathie hat sich gehalten. Außerdem hat sie ein interessantes Patronat: sie wird gerne in „aussichtslosen Anliegen“ angerufen, und besonders in Italien sehr verehrt (und in Italien hab ich mich ja gerade frisch verliebt. Nicht in einen Italiener, sondern in das Land).

Eine weniger dramatische Version gibts übrigens hier, auf den Seiten der Ritaschwestern. Gefällt mir natürlich besser, und realistischer klingt das auch.  Aber welche Version auch immer stimmt: eine wichtige und große Heilige ist sie allemal.

Dem Aufdruck auf dieser Karte kann man sich nur anschließen: Heilige Rita, du Helferin in verzweifelten, aussichtslosen Anliegen, bitte für uns!